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Gemeindebrief Nr. 4/2009
Dezember
Alles anders, vieles gleich
Nach einem berühmten Wort (ecclesia reformata semper reformanda) ist die reformierte Kirche in einem ständigen Reformations- und Erneuerungsprozess. Das ist auch bei uns der Fall. Im kommenden Jahr bilden die gegenwärtigen Kirchgemeinden Twann & Tüscherz-Alfermée und Ligerz eine gemeinsame neue Kirchgemeinde unter dem Namen Kirchgemeinde Pilgerweg Bielersee. In vieler Hinsicht werden Strukturen einfacher, manches wird stillschweigend und problemlos weiter geführt, auch wird die neue Stärke neue Möglichkeiten eröffnen. Jede Reform weckt im Menschen neben dem Begrüssen der Neuerung auch ein Widerstreben gegen das Ändern von Gewohntem. Es gehört deshalb ein Stück Mut dazu, sich an etwas Neues heranzuwagen, das Risiko einzugehen, gemeinsam mit anderen neu anzufangen. Wir wollen die nötigen Veränderungen positiv nutzen, ohne dass das Bewährte dafür geopfert wird.
In mehreren Stufen haben Arbeitsgruppen an einem neuen Erscheinungsbild gearbeitet. An drei Punkten wird es eine Veränderung geben:
Logo
Der Zusammenschluss zur Kirchgemeinde Pilgerweg Bielersee musste in einem neuen Logo ersichtlich sein. Es wurde von einem Grafikerbüro entworfen und symbolisiert das Gesicht der neuen Kirchgemeinde. Die Struktur des Logos ist einfach und doch tut sich mit ihr ein unendlicher Raum auf: Landschaft, Rebbau, Struktur, Weg, Bewegung.
„reformiert.“
Die Redaktion der beiden Gemeindebriefe verabschiedet sich mit einem weinenden Auge vom traditionellen Gemeindebrief, begrüsst lachend die neue Zeitung „reformiert.“ – und verspricht, sich auch künftig für einen guten Informationsfluss einzusetzen. „reformiert.“ ist ein Deutschschweizer Zeitungsprojekt des Aargauer, Bündner und Zürcher „Kirchenboten“ sowie des Berner „saemann“. Die „reformiert.“-MacherInnen bemühen sich, eine Zeitung zu machen, die sich an die ganze Breite der Volkskirche richtet: an die kirchlich Interessierten ebenso wie an die kirchenfernen Menschen. Viele Kirchgemeinden wissen es zu schätzen, dass „reformiert.“ ein weltoffenes, neugieriges und engagiertes Medium ist, das nicht nur seine Leserinnen und Leser ernst nimmt, sondern auch die Kirche. Die auflagenstarke Zeitung erscheint im Monatsrhythmus (unadressiert in alle Haushaltungen, auch katholische, freikirchliche, konfessionslose) und enthält einen Innenteil. Dieser umfasst die Kirchgemeinden „Seeland West“. Hier haben wir eine Seite zur Verfügung für unsere Gemeindenachrichten und Veranstaltungen.
Neue Website
Anfang Januar wird die Kirchgemeinde Pilgerweg Bielersee auch online ein neues Gesicht bekommen. Unter www.kirche-pilgerweg-bielersee.ch finden sich Informationen über Termine und Veranstaltungen. Die Website schliesst sich einem von der Kantonalkirche zur Verfügung gestellten Gefäss an, auf dem auch andere Kirchgemeinden bauen. Innovativ an dieser Lösung ist die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung von Informationen der Kantonalkirche bei hoher Flexibilität und Autonomie für die Kirchgemeinden.
Wir bleiben dran
Ein wichtiges Merkmal einer Re-Formation ist bei aller Umgestaltung das Bleiben eines inhaltlichen Kernes, der sich wie ein roter Faden wieder entdecken lässt. Diesen Kern hat auch die neue Kirchgemeinde. Die verbindliche intensive Zusammenarbeit über die Dorfgrenze geht weiter, und gleichzeitig garantiert das Weiterbestehen der beiden Gemeinden nun unter dem Titel von Pfarrkreisen dafür, dass Kirchen und Pfarrhäuser im Dorf und die kleinen und wichtigen Eigenheiten der Dörfer erhalten bleiben.
Wir haben fusioniert, weil wir das Bestehende verbessern und miteinander am gleichen Strick ziehen wollen. Den Rahmen geben wir damit vor. Aber am Bild der neuen Kirchgemeinde Pilgerweg Bielersee selber können, dürfen, ja müssen ganz viele mitgestalten und mitmalen. Erst wenn viele Menschen ihre Pinselstriche und Farbtupfer beitragen, entsteht ein neues Bild.
Beat Allemand
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Besuchsdienst
In unserer Kirchgemeinde gibt es seit kurzem einen Besuchsdienst. Das sind Frauen (Männer dürfen auch!), die einen Teil ihrer Zeit nutzen, um mit anderen Menschen unterwegs zu sein; ein offenes Ohr haben füreinander, Gedanken austauschen, spazieren und von einander lernen. Manchmal tut es gut, mit jemandem reden zu können. Besuche ermöglichen Beziehungen. Besuche bilden eine Brücke zur Welt und erweitern den Lebenskreis der besuchten Menschen. Und es gibt Situationen, die es einem Menschen erschweren, von sich aus mit andern Kontakt aufzunehmen.
Der Besuchsdienst ist ein unentgeltliches Angebot. Er wird von Freiwilligen geleistet, die an dieser Aufgabe interessiert sind.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie einen Besuch wünschen oder wenn Sie sich selber im Besuchsdienst engagieren möchten!
Heidi Ruder, Renate Hübscher, Beat Allemand
Koordination: Heidi Ruder, Chrosweg 3, 2513 Twann, Tel. 032 315 13 55
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Mittagstisch – Jedem Fest seine Speise, sein Duft, seine Würze!
Oft ist es ein Duft, verbunden mit einer Erinnerung aus unserer Kindheit, der haften bleibt ein ganzes Leben lang. Vielleicht der vom selbst- gekochten Suurchabis der Grossmutter...
Der Twanner Mittagstisch für alleinstehende ältere Menschen existiert nun seit ungefähr 11 Jahren. Grund genug für eine kleine kulinarische Vorstellung! Er wurde von Myrta Scholer und Margrit Martin ins Leben gerufen mit dem Ziel, einmal im Monat für Alleinstehende ein feines Drei-Gang-Menü zu kochen, das sich eine einzelne Person nicht mehr selber zubereiten will oder kann, weil es zu aufwendig wäre. Zu diesem Zweck wurde jeden zweiten Donnerstag im Monat gekocht und eingeladen. Die beiden haben auch Helferinnen gesucht und immer wieder gefunden.
Heute engagieren sich sechs Frauen, die abwechslungsweise – jeweils zwei Frauen pro Mittagstisch – wunderbare Menüs hervorzaubern. Diese werden von allen Gästen sehr geschätzt. Regelmässig treffen sich bis zu 16 Personen zu einer fröhlichen Tischgemeinschaft. Am liebevoll zubereiteten Tisch wird geplaudert gelacht bis die ersten Personen nach etwa zwei Stunden den Pfarrsaal wieder verlassen - gut genährt und freudig.
Ein Menü mit Getränk kostet zurzeit 12 Fr. pro Person. Desserts werden immer von Frauen des Frauenvereins gespendet. Dafür ist an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön angesagt!
Im Sommer machen die Anwesenden des Mittagstisches auch mal einen Ausflug mit dem Schiff in die nähere Umgebung und essen an einem schönen Ort. An Weihnachten laden wir unsere Mittagsgäste auf Kosten der Kasse sowie des Kochteams zu einer kleinen Feier in ein Restaurant ein. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich jeweils lange im Voraus darauf. Wir möchten uns hiermit auch bei den Restaurants bedanken, die uns mit Kaffee oder Desserts unterstützen oder auf andere Weise entgegenkommen.
Ein herzlicher Dank gilt auch dem Café Hübscher, das uns mit Brot und Dekorationen unterstützt. Ebenfalls danken wir allen Helferinnen für ihren wertvollen Einsatz.
Der Kirchgemeinde danken wir für die Benützung von Küche und Pfarrsaal. Der Gemeinde für ihre Unterstützung und einfach allen, die in irgendeiner Weise mithelfen, den Mittagstisch für Alleinstehende zu erhalten.
Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit.
Im Namen des Mittagstisch Team, Sonja Engel
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„Mönschechetti“
Sie wollen Kirche
nicht einfach konsumieren, sondern
sie mittragen? Wir wollen ein
einfache Organisation schaffen, wo Menschen ihre Fähigkeiten andern zur
Verfügung stellen – ganz nach ihren Möglichkeiten. Wir suchen daher
Frauen, Männer und Jugendliche, die zum Beispiel für folgende Einsätze
bereit wären:-Spaziergänge
machen mit betagten oder behinderten Menschen
-regelmässige Besuche machen (zum Bsp. monatlich) bei einer oder mehreren
Personen nach Wahl.
-kleine Einkäufe erledigen für Betagte, Kranke, Bettlägrige
-Kochen und Mithelfen am Mittagstisch für Alleinstehende
-Gottesdienste mitgestalten: Lesen des biblischen Textes, Gebet. Melden Sie sich
bei uns. Sagen Sie uns, wozu Sie bereit wären. Wir organisieren und verketten.Pfarrer Beat
Allemand, 032 315 11 39
Gemeindeschwester Heidi Ruder, 032 315 13 55
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Pfarramtliche Pikettregelung an Wochenende
Mit dem Arbeitsbeginn von Beat Allemand in Twann sind die beiden teilzeitlichen Pfarrämter in unseren beiden Kirchgemeinden wieder besetzt. Beide Kirchgemeinderäte und Pfarrämter haben beschlossen, fortan eine koordinierte Pikettregelung für Wochenenden einzuführen. Das bedeutet, dass in der Regel einer der beiden Pfarrer den Pikettdienst für beide Gemeinden (für Notfälle, insbesondere für erste organisatorische Schritte bei Todesfällen) übernimmt, während der andere pikettfrei ist. Die Dauer dieser Wochenendregelung umfasst normalerweise die Zeit von Samstag bis und mit Montag. Die jeweiligen Pikettinhaber sind im Nidauer Anzeiger genannt, ihre Telephonnummern auch über den Beantworter des pikettfreien Kollegen abrufbar. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und sind froh über diese nachbarschaftliche Möglichkeit zu wechselseitiger Entlastung.
Marc van Wijnkoop Lüthi & Beat Allemand
Abwesenheiten
des Pfarrers
Als
freie Tage für das 80%-Pfarramt gelten Montag und Dienstag. Bei Abwesenheit
an diesen Tagen ist der Pfarrer durch den Telefonbeantworter und dessen Abfrage
auch von auswärts stets erreichbar.
Berufliche und ferienbedingte Abwesenheiten werden jeweils im Nidauer Anzeiger
publiziert.
Während dieser Abwesenheiten ist für dringende Fälle die Regionalpfarrerin
Marianne Bertschi zuständig. Bitte wenden Sie sich umgehend
an Sie: Tel. 032 756 90 08 oder 079 418 41 00.
Spitalbesuche
In
der Regel besucht unser Pfarrer einmal wöchentlich seine Gemeindeglieder
im Spitalzentrum Biel (Ausnahme: Fortbildung und Ferien).
Da die Pfarrämter keine Spitalmeldungen (mehr) erhalten und in einigen Spitälern
keine Namen bekannt gegeben werden, sind die Besuche generell sehr erschwert.
Im Spitalzentrum Biel hat zudem ein neues Datenverarbeitungssystem zu komplizierten
Namenlisten geführt, so dass nicht immer alle PatientInnen ausfindig gemacht
werden können. Trotzdem wird Pfarrer Beat Allemand weiterhin Spitalbesuche machen, denn die Erfahrungen bestätigen, wie dankbar
die Besuche aufgenommen werden und wie notwendig ein offenes Ohr in schwerer
Stunde ist.
Um ganz sicher zu gehen und ein Besuch erwünscht ist, können Spitalaufenthalte
direkt dem Pfarrer gemeldet werden. Dies gilt besonders auch für alle andern
Spitäler.
Vorgehen
bei einem Todesfall
Wenn
ein naher Mensch stirbt, kommt für die Angehörigen zur Trauer auch die Belastung
der Abdankungsvorbereitungen hinzu. Es ist hilfreich zu wissen, wie man am besten
vogehen sollte. Hier ein paar Hinweise:
Bewahren Sie möglichst Ruhe! Der Tod verlangt keine Hektik mehr. Vieles wird
sich durch Ihre professionellen Partner recht schnell organisieren lassen:
Ein Bestattungsinstitut nimmt Ihnen gegen Bezahlung viel der organisatorischen
Arbeit ab (Einsargung, Aufbahrung, Leidkarten usw.)
Setzen Sie sich sobald als möglich mit dem Pfarramt in Verbindung, damit
das Datum der Abdankung und ein Gespräch vereinbart werden kann. Bei
Abdankungen können Sie den Pfarrer jederzeit anrufen! An den freien Tagen
(Mo+ Di) sprechen Sie Ihre Mitteilung auf den Telefonbeantworter. Der Pfarrer
wird Sie innert nützlicher Frist zurückrufen.
Bei ferienbedingten oder beruflichen Abwesenheiten ist eine Stellvertretung
organisiert. Es ist wichtig, dass Sie diese in jedem Fall kontaktieren.
Sie übernimmt eine Abdankung, kennt aber auch den ersten möglichen Einsatz des
Pfarrers für eine Abdankung und wird diese dann bereits organisieren (Sigrist,
Organistin). Beachten
Sie, dass das Friedhofwesen der Einwohnergemeinde unterstellt ist. Der Pfarrer
benötigt eine Bestattungsbewilligung! Die frühzeitige Meldung an die Einwohnergemeinde
ist daher unerlässlich, wird aber meistens vom Bestattungsinstitut übernommen.